Jubiläumsfeier vom 8. bis 10. August 2008
Mit einem 3-Tage-Fest wird der 150. `Geburtstag` des Frankfurter Zoologischen Gartens gefeiert. Die Vorbereitungen zum Jubiläumsfest vom 8. bis 10. August laufen seit langem auf Hochtouren. In einer Pressekonferenz stellten Frankfurts Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth und Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch das umfangreiche Festprogramm vor.
Theater
Gemeinsam mit der Dramatischen Bühne wird das Zoogelände von Schauspielern, Musikern und Artisten in einen bunten Karneval verwandelt. Die Geschichte des Frankfurter Zoos wird in kleinen Szenen aus den letzten 150 Jahren erzählt. Weiterhin wird ein buntes Opernprogramm mit Duetten und Arien geboten. Gedichte, Geschichten und kleine Szenen um Tiere und mit Tieren werden gelesen und gespielt.
Roger Willemsen liest aus Brehms Tierleben am 8.8., 20 Uhr
„Brehms Tierleben“ – der Inbegriff des Tierlexikons, ein Buch für jedes Alter. Brehm begegnet den Tieren wir seinen Mitmenschen – er verleiht ihnen Charakter. Er schildert sie mit Sympathie oder Abneigung, keinesfalls jedoch gleichgültig.
Kinderanimation
Für Kinder findet ein Extraprogramm statt. Neben der vielen Aktionen der Sponsoren-Partner organisiert die Dramatische Bühne Frankfurt ein Poetisches Rätsel sowie eine komödiantische Führung durch den Zoo mit Tiergeschichten.
Ausstellung
In den Vogelhallen ist eine kleine geschichtliche Ausstellung zu sehen. Diese wird durch ein Zoomodell des Probezoos aus dem Jahre 1860 ergänzt. Das Modell ist eine Spende des „global nature project e.V.“ zum Zoo-Jubiläum.
Keepers-Talk
Tierpfleger informieren über ihre Arbeit und stehen für Fragen aus dem zur Verfügung. Eine Dame des 19. Jahrhunderts trifft Tierpfleger von „Gestern bis Heute“ in einem offenen Gespräch.
Tauchen im Flusspferdebecken
Im Winterquartier der Flusspferde können die Besucher im Becken unter professioneller Anleitung des Tauchvereins „Aquanaut Frankfurt“ tauchen. Taucheranzüge, Material und Handtücher werden zur Verfügung gestellt.
Auch eine Planwagenfahrt durch einen Teil des Zoos wird angeboten.
Als Reverenz an den 150. Geburtstag – genau am 8. August - kostet der Zoo-Besuch nur 150 Cent für 1 Kind plus 1 Erwachsenen, also Eintrittspreise wie anno dazumal
Die Geschichte des Frankfurter Zoologischen Gartens
Löwen, Nashörner, Krokodile, Affen – um die beeindruckende Tierwelt Afrikas und anderer Kontinente zu beobachten, brauchen die Frankfurter und ihre Gäste nicht weit zu reisen. Denn mitten in der Stadt liegt der Zoo Frankfurt, der im Jahr 1858 gegründet wurde. Dieser zoologische Garten gehört zu den ältesten der Welt. Im Freigelände und in einzigartigen Tierhäusern präsentiert er insgesamt 500 verschiedene Arten und über 4.500 Tiere.
Weltweit bekannt wurde diese Naturoase durch das Engagement seines legendären Direktors Professor Bernhard Grzimek (1909-1987). Der bedeutende Zoologe, Tierfilmer und Naturschützer baute den Zoo nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder auf und führte in seiner fast dreißigjährigen Arbeit (1945 bis 1974) eine beispielhafte moderne Tierhaltung ein. Grzimeks TV-Sendung „Ein Platz für Tiere“ machte den Zoo Frankfurt in den 60er und 70er Jahren berühmt.
Nach ihm benannt ist auch eine der Attraktionen des Frankfurter Zoos, das größte Nachttierhaus Europas. Hier im Grzimek-Haus wird der Tag zur Nacht und im Dämmerlicht können Besucher Nachttiere wie Fledermäusen oder afrikanische Erdferkel bei ihren Aktivitäten zusehen. Ein weiterer Publikumsmagnet ist der Katzendschungel Südasien, wo die Besucher Indische Löwen, Sumatratiger, Nebelparder und Rostkatzen gitterlos über Wassergräben oder durch Glasscheiben betrachten können.
Beeindruckend ist das Exotarium, in dem die Gäste die Artenvielfalt vom Polarmeer bis zum Amazonas kennen lernen können. Unter anderem leben hier Pinguine, See- und Süßwasserfische, Reptilien, Amphibien und Insekten in ihrer naturnahen Umgebung. Zweimal täglich findet hier ein Tropengewitter statt. Turbulent, sowohl über als auch unter Wasser, geht es in den Robbenklippen zu. Die hier lebenden Zwergseebären und Seehunde begeistern durch ihre Verspieltheit das Publikum. Eine Grotte mit Unterwasserfenstern ermöglicht es den Besuchern, die quirligen Meeresbewohner auch beim Tauchen zu beobachten.
Weltruf genießt der Zoo Frankfurt durch die erstmals gelungene Zucht aller vier Menschenaffenarten in einem Zoo. Im Menschenaffenhaus wurden mittlerweile über 100 Affenkinder, Gorillas, Orang-Utans, Schimpansen und Bonobos geboren. Die größten Menschenaffen im Zoo, die Flachlandgorillas, leben in einer Freianlage, die von tonnenschwerem Panzerglas umzäunt ist. Dies ermöglicht einen völlig freien Blick auf die Dschungelbewohner.
Neben weiteren Tierhäusern, wie den Vogelhallen, mit der Freifluganlage, dem Giraffenhaus, mit der extra Blindenbeschriftung und der Giraffenstatue zum anfassen und dem Nashornhaus hat der Zoo noch einiges mehr zu bieten. Speziell für kleine Besucher gibt es den Kinderzoo mit Streichelgehege, einen großzügigen Spielplatz und Ponyreiten an den Wochenenden. Für Erwachsene runden Sonderausstellungen, Märkte, Events und individuelle Führungen das dargebotene Programm ab. Richtig gemütlich können Zoobesucher einen erlebnisreichen Tag in einem der Restaurants oder Biergärten auf dem Zoogelände ausklingen lassen.
Zoologischer Garten Frankfurt, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt am Main. cms.de