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 Galapagos: „Einsamer George“ wird vielleicht endlich Vater

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Michaela
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BeitragThema: Galapagos: „Einsamer George“ wird vielleicht endlich Vater   Di 22 Jul - 16:07

Die letzte Riesenschildkröte ihrer Art auf den Galapagos-Inseln wird vielleicht endlich Vater, wie der Nationalpark mitteilte. Dann wären 36 Jahre ebenso intensiver wie bislang vergeblicher Bemühungen der Darwin-Zuchtstation, das Reptil zur Fortpflanzung zu bewegen, von Erfolg gekrönt.
Ein artverwandtes Weibchen, das „Lonesome George“ seit 1993 begleitet, hat jetzt drei intakte Eier gelegt, die nun in einem Brutkasten ausgebrütet werden. Ob sie tatsächlich lebensfähige Nachkommen in sich tragen, wird man den Angaben zufolge allerdings erst in 120 bis 130 Tagen feststellen können. Damit könnte die Unterart der Riesenschildkröten, Geochelone nigra abigdoni, deren letzter bekannter Vertreter der „Einsame George“ ist, womöglich doch noch überleben.

Hoffnung fast schon aufgegeben

Dabei hatten die Verantwortlichen die Hoffnung fast schon aufgegeben. Sie hatten nach eigenen Angaben in den vergangenen vier Jahrzehnten alle Möglichkeiten ausgeschöpft und schon gedacht, die Schildkröte könne sich gar nicht fortpflanzen. „In all diesen Jahren hat der ’Einsame George’ keinerlei Anzeichen für ein Fortpflanzungsverhalten gezeigt und sich vielmehr sogar aggressiv gegenüber seinen Begleiterinnen verhalten“, erklärte der Nationalpark.
Dann kam die Wende: „In den letzten Monaten stellte die Zuchtstation ein verändertes Verhalten fest.“ Seit zwei Wochen beobachteten die Forscher dann, dass eine seiner langjährigen Begleiterinnen, die der verwandten Unterart Geochelone nigra becki angehört, sich für die Eiablage bereitmachte. Am Montagmorgen fanden die Wissenschaftler in dem Gehege neun Eier. „Vier davon waren völlig zerstört, zwei hatten Risse an den Schalen, aber drei waren vollständig intakt“, berichtete der Nationalpark.

Zwei dieser gesunden Eier werden nun in einem Brutkasten bei 29,5 Grad Celsius ausbrütet, um Weibchen zu erhalten, und eines bei 28 Grad, weil bei niedrigeren Temperaturen Männchen entstehen. Falls die Aufzucht erfolgreich verläuft, könnte dann über verschiedene Linien versucht werden, reinrassige Nachfahren des „Einsamen George“ zu züchten. Die männliche Riesenschildkröte, die 1972 auf der Insel Pinta entdeckt wurde, ist etwa 70 Jahre alt und damit für ihre Art im „mittleren Lebensalter“.

„Weltweit bekannteste aussterbende Art“

„Lonesome George“ ist nach den Worten von Arne Schulz vom Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt am Main die „weltweit bekannteste aussterbende Art“. Seit Jahrzehnten beschäftigt sein Fall die Fachwelt. Selbst wenn die Aufzucht jetzt nicht gelingt, können die Forscher angesichts der für Menschen unvorstellbaren Lebenserwartung von Riesenschildkröten womöglich noch weiter hoffen.

In Gefangenschaft können die Tiere an die 180 Jahre alt werden. Vor zwei Jahren starb in Australien im Alter von 176 Jahren „Harriet“, die schon Charles Darwin zu Forschungszwecken gedient hatte.

In der Natur legen die weiblichen Riesenschildkröten ihren Wurf von vier bis 17 befruchteten Eiern in ein etwa 40 Zentimeter tiefes Erdloch, das sie zuvor selbst gegraben haben. Dann werden die fünfeinhalb bis sieben Zentimeter langen Eier von der Sonne ausgebrütet. Je nach Temperatur entwickeln sich weibliche oder männliche Tiere in den Eiern, wie Schulze erklärt und auf Krokodile verweist, bei denen das Geschlecht bei der Eiablage ebenfalls noch nicht festgelegt ist.

Nach bis zu 200 oder 250 Tagen schlüpfen etwa 60 bis 100 Gramm schwere Jungtiere. Die erwachsenen Tiere können 200 und mehr Kilogramm schwer werden. Allein der Panzer ist rund 80 Zentimeter lang, wobei Männchen größer werden als Weibchen.

Quelle

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Liebe Grüsse eure Michaela
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