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 Zutrauliche Bartagamen und zahme Koi-Karpfen

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Michaela
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BeitragThema: Zutrauliche Bartagamen und zahme Koi-Karpfen   Mo 21 Jul - 7:47


Für viele ist der Hund der beste Freund des Menschen. Für den 12-jährigen Sam Nasser Zare ist es seit gestern eine handflächengroße Rotknie-Vogelspinne. »Ich mag Tiere, die ungewöhnlich sind und die ich beobachten kann«, sagte er kurz nach dem Kauf auf der Reptilienbörse in den Hessenhallen.
Seine Wahl sollte auf eine Schlange oder eine Spinne fallen. »Meine Familie war gegen Mäusefütterung, so ist es nun Spinne geworden«, erzählt er. Auch sein Vater ist angetan vom Hobby seines Sohnes. »Er interessiert sich sehr für diese Tiere und studiert sie gerne«, sagte Behrouz Nasser Zare. »Sam lernt, Verantwortung zu übernehmen und nicht nur Videospiele zu spielen.«

Rund 82 Aussteller beteiligten sich gestern an der Reptilienbörse in den Hessenhallen. Zu sehen, zu kaufen und zu tauschen gab es für die rund 600 Besucher unter anderem Spinnen und Echsen, aber auch Futtertiere wie Schaben und Mäuse. »Wir haben zudem Pflanzen, die nicht fürs Aquarium, sondern für den Wintergarten bestimmt sind«, so der Veranstaltungsleiter Thomas Büttner. Exklusive Exemplare wie Smaragdwarane, die einen Sammlerwert von 2000 Euro haben, konnten die Besucher jedoch nicht finden. »Die besonders seltenen und somit wertvollen Tiere werden im Internet verkauft«, sagte er. Gifttiere sind auf der Messe grundsätzlich verboten. Ausnahmen bilden mindergiftige Vogelspinnen. »Ihr Gift gleicht dem einer Biene«, so Büttner.
Christian Soyke und Judith Buchner waren auf der Börse, um Geckos zu kaufen. Die beiden Gießener hatten bisher nur Erfahrung mit Fischen sammeln können. »Wir lieben Geckos, weil sie ganz anders als Kuscheltiere sind«, sagte die 22-Jährige. »Ich mag vor allem die Bewegungen von den Echsen«, so der 20-Jährige. Maike und Bettina Wiesner sind ebenfalls von den Reptilien angetan. Sie interessierten sich am Stand von Heiko Hruschka für eine 50 Zentimeter große aus-tralische Bartagame. »Sie sind besonders für Anfänger geeignet, weil sie sehr zutraulich werden können«, erzählte der Händler den beiden jungen Mädchen. Kaufen wollten sie die Bartagame nicht, die rund 100 Euro waren noch zu viel für die beiden Mädchen. Rebecca Gneists Lieblinge hingegen sind nicht unbedingt zum Kuscheln geeignet. Die 14-Jährige ist fasziniert von Tausendfüßern. Das aus Tansania stammende Insekt kann bis zu 30 Zentimeter lang werden. Rebecca ist es nicht wichtig, ihr Haustier zu streicheln. »Mir macht es am meisten Spaß, die Tiere beim Fressen zu beobachten«, sagte sie.

Uwe Freund aus der Nähe von Limburg ist ein Exot unter den Exoten. Statt Spinnen und Echsen bot er als einziger Händler Koi-Karpfen an. Die japanische Fischart gilt als Modefisch und ist dementsprechend teuer. Freund präsentierte jedoch nur deutsche Nachzuchten, die günstiger sind. »In Japan grassiert gerade ein Virus unter den Kois, die hiesigen Nachzuchten sind dafür weniger«, sagte er. Besonders beliebt seien die Tiere wegen ihrer exotischen Farbgebung. Zudem begeistere viele Fischliebhaber die Ruhe, welche die Fische ausstrahlen würden. »Je größer und älter sie werden, desto zahmer sind sie«, so Freund. So würden sie den Eigentümern später sogar aus der Hand fressen.
www.giessener-allgemeine.de

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Liebe Grüsse eure Michaela
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