Was tun, wenn gesetzlich geschützte Eidechsen ausgerechnet dort leben, wo ein ganzer Stadtteil neu gebaut werden soll? Heidelberg wählt die sanfte Tour: Mit Mini-Schlingen werden Hunderte der kleinen Reptilien eingefangen und umgesiedelt.
Das Gelände wirkt nicht gerade lebensfreundlich. Brauner Schotter, hier und da eine Plastikflasche oder eine verrostete Dose, Grün ist Mangelware. Am blauen Himmel die aufsteigende Morgensonne, vor der kein Baum weit und breit Schutz gewährt. Die Luft vibriert bereits, es verspricht ein heißer Tag zu werden. Unter den Füßen knirschen die Steine. Diese von Menschen erschaffene Miniatur-Wüste ist das ehemalige Rangier-Areal südwestlich des Heidelberger Hauptbahnhofs. Die Schienenanlagen sind verschwunden, und noch in diesem Sommer werden die Bagger anrücken, um mit den Bauarbeiten für einen komplett neuen Stadtteil zu beginnen. Doch zuerst gibt es noch etwas anderes zu erledigen.
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Liebe Grüsse eure Michaela