Die Tierärztin Patrizia Romanazzi kümmert sich rührend um die Exoten
CRO
Berlin - Ausgehungert, entkräftet und zum Sterben in die Mülltonne geworfen – für exotische Tiere bedeutet die Praxis von Patrizia Romanazzi (40) oft die Rettung in letzter Sekunde. Die Veterinärin beherbergt knapp 60 Reptilien in ihrer Auffangstation.
Momentan schwimmen bei Romanazzis im brandenburgischen Treuenbrietzen mehr als 40 Wasserschildkröten im ausgebauten Gartenteich (artgerechte 500 Quadratmeter!). In der Wilmersdorfer Praxis hausen zusätzlich zwei Steppenwarane, eine Königspython und ein sehr seltenes Chamäleon. "Viele Tiere brauchen dringend ein neues Zuhause", sagt die engagierte Fachfrau. Doch ihre Kapazitäten sind bald erschöpft, vor kurzem habe sie bei der Aufnahme von "neuen Patienten" die Reißleine ziehen müssen.
"Ständig stehen Halter vor der Tür und wollen ihre Tiere bei mir deponieren. Ich bin doch keine Sozialstation", sagt sie wütend. Vor allem die Kosten für die Quarantänephase und die Pflege (Futter, Stromkosten für die Terrarien, usw.) seien seit Gründung der Reptilienstation 2006 erschreckend hoch. Hunderte von Euro im Monat, die Patrizia Romanazzi und ihre elf Vereinsmitglieder aus eigener Tasche bezahlen.
Was passiert, wenn ihre Reptilienstation aus Platz und Kostengründen nun keine weiteren Kaltblüter aufnehmen kann, will sich die besorgte Tierärztin aber lieber nicht ausmalen. "Denn die Tiere einzuschläfern oder gar auf der Straße krepieren zu lassen", das könne sie nicht, sagt Romanazzi. "Dafür habe ich bislang immer zu viel Herz gehabt."
Infos unter: www.reptilienstation.de
www.berlinonline.de
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Liebe Grüsse eure Michaela