Wien (OTS) - Seit einer Woche reiten die Behörden einen Feldzug
gegen den politisch unbequemen Tierschutz in Österreich.Am Mittwoch,
28.5. übermittelte die Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt einen weiteren
Teil des Aktes mit den Ermittlungsergebnissen an die Rechtsanwälte
der Beschuldigten. Aus den Unterlagen geht hervor, dass die
wesentlichste belastende Aussage der Kronzeuge Dr. P. gemacht haben
soll. Laut Polizeidarstellung habe er ausgesagt, dass er überzeugt
sei von der Täterschaft eines der Beschuldigten in Bezug auf einen
Brandanschlag.Dr. P. seinerseits bestreitet diese Zeugenaussage
massiv und hat der Rechtsanwaltskanzlei Traxler mittlerweile per Fax
schriftlich bestätigt, diese Aussage nie gemacht zu haben.Die Kripo
wollte hier offenbar einen Konflikt zwischen Dr. P. und einigen der
Beschuldigten nutzen. Man habe ihn mehrfach gebeten, als Kronzeuge
aufzutreten, so Dr. P.
Dazu Harald Balluch, Geschäftsführer des Verein Gegen
Tierfabriken: "Die Vorfälle der letzten Tage waren bereits skandalös
und eine Demontage der Demokratie! Aber jetzt wird es hochbrisant:
Nachdem sich nun herausgestellt hat, dass die Behörden ihre Kampagne
gegen den Tierschutz in Österreich mit massiv falsch zitierten
Zeugenaussagen führen, ist der politische Skandal perfekt."Gegen die
die Ermittlungen leitende Beamtin wird Anzeige wegen Amtsmissbrauch
erstattet.Abschließender Hinweis, weil es hier immer wieder zu
Missverständnissen kommt: Der Verein gegen Tierfabriken ist im
Strafverfahren kein Beschuldigter, trotzdem ist der Verein aber in
der Praxis massiv von den Behördenmaßnahmen betroffen, weil nach wie
vor Computer, schriftliche Unterlagen u.v.m. beschlagnahmt sind.
Rückfragehinweis:
Harald Balluch, Tel: 0664/5085717
Mag. Stefan Traxler, Tel.: 02236/860680
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0114 2008-05-30/10:18
301018 Mai 08
ots
_________________

Liebe Grüsse eure Michaela