Er kommt aus Holland und heißt Midas. der siebenjährige Kater hat Muskelkrebs. Seine Besitzer sind mit dem rot-getigerten Prachtkerl nach Wien gekommen. Denn was an der Veterinärmedizinischen Universität Wien an Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung steht, ist einzigartig. Gerade bei der Krebsbehandlung – nach Fensterstürzen und Autounfällen der häufigste Grund, ins Tierspital zu kommen.
"Was wir anbieten ist oft genauso gut wie in der Humanmedizin", ist Gilles Dupré überzeugt. Dupré istProfessor für Kleintier-Chirurgie an der "Vet-Med". Der gebürtige Franzose war Leiter der berühmtesten Tierklinik Frankreichs, der Clinique Frégis in Paris. Seit einem halben Jahr lehrt und behandelt er an der Vet-Med.
Und tatsächlich, im OP-Saal wähnt man sich in einem Krankenhaus für Menschen – würde da nicht ein Katzenschwanz unter der OP-Tuchent hervorlugen.
Auch die Methoden, mit denen Tiere behandelt werden können, gleichen jenen der Humanmedizin: Krebspatienten stehen Chemotherapie, Strahlenbehandlung und natürlich Chirurgie zur Verfügung. Die Verbindung dieser drei Methoden ist einzigartig. Deshalb kommen Patienten, Studenten und Ärzte aus ganz Europa hierher.
Hamster-Krebs
Gäbe es theoretisch auch die Möglichkeit, Krebs bei einen Goldhamster zu behandeln? "Wissen Sie, vor 30 Jahren war es gar nicht selbstverständlich, eine Katze behandeln zu lassen. Heute ist das für die meisten Tierbesitzer selbstverständlich. Wir haben unsere Ansichten geändert. Das kann bei Frettchen, die heute in den USA schon fast so häufig wie Katzen gehalten werden, auch passieren."
Allerdings kann das ganz schön ins Geld gehen: Wer seine Minka wegen akuter Atembeschwerden ins Tierspital bringt, der darf seiner Kinder liebste Spielgefährtin gut versorgt wissen. Nach drei Tagen stationärem Aufenthalt inklusive OP darf man seine schwarze Pelzträgerin wieder abholen. Die Katze kann wieder problemlos Luft holen, bei der Abrechnung stockt dafür dem Besitzer der Atem. Mehr als 700 Euro sind für soviel Tierliebe hinzublättern.
Hinter den Kulissen: Das Tierspital
Behandlung
Im Tierspital der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW) werden 24 Stunden täglich von Kleintieren bis hin zu Wild- oder Großtieren beinahe alle Spezies behandelt.
Offene Tür
Am Samstag, den 31. Mai findet von 10.00 bis 17.00 Uhr der Tag der offenen Tür statt. "Wiederbelebung von Tieren am Modell" steht ebenso auf dem Programm wie "Schwergewichts-Anästhesie: Ablegen eines Pferdes und Transport auf den OP-Tisch". Ort und Zeit: Veterinärmedizinische Universität Wien (VUW), 21., Veterinärplatz 1
kurier.at
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Liebe Grüsse eure Michaela