Herr Blaszkiewitz, wofür brauchen Sie zehn Brillenbären?
Angeblich ist das Gehege im Tierpark deutlich zu klein.

Lichtenberg - Zehn Brillenbären und ein viel zu kleines Gehege im Tierpark, ins Freie nur in Wechselschicht: Das wirft die Tierschutz-Organisation Peta Tierpark-Chef Dr. Bernhard Blaszkiewitz vor. Sie hat ihn wegen Tierquälerei angezeigt, fordert seinen Rücktritt.
"Die Haltung der Brillenbären ist unverantwortlich!", sagt Frank Albrecht von der Peta. Die Vorwürfe: Die Anlage mit 500 Quadratmetern für zehn Tiere (darunter zwei, die für Knut ihr Zoo-Gehege räumen mussten) sei 200 Quadratmeter zu klein. Auch die nur etwa 40 Quadratmeter große Innenanlage bedeute für die Tiere extreme Quälerei, eine "Stresshölle". Die Tiere kämen nur im Wechsel ins Freie. Trotz der Enge sei weitergezüchtet worden, wurden Ende 2007 vier Junge geboren, "ein absoluter Tierschutzskandal." Außerdem sei Brillenbär Juan (der im Zoo mal ausgebrochen war), gestört, renne immer im Kreis.
Tierpark-Sprecher Detlef Untermann dagegen: "Schlagzeilenhascherei! Die Außenanlage ist groß genug, müsste nach den Mindestanforderungen des für Tierschutz zuständigen Bundesministeriums sogar nur 310 Quadratmeter haben. Außerdem gehen zwei Bären nach Österreich, die Kisten sind schon da."
Die Peta hatte Blaszkiewitz bereits im Zusammenhang mit dem Tierpark-Skandal um angeblich grundlos getötete Tiere angezeigt. Die Ermittlungen wurden eingestellt. Dagegen legte Peta Beschwerde ein.
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