Reptilien für das heimische Aquarium und Terrarium oder die Freilandhaltung im Garten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das zeigten die vollen Gänge bei der Reptilienbörse in der Nahetalhalle.
Von
Heidi Sturm
Die Besucher drängten sich vor den Ständen mit Schildkröten und Schlagen, Agamen, Vogelspinnen und reichlich Zubehör. Ganz groß geschrieben wurde bei den Züchtern die eingehende Beratung, denn die Haltung der vermeintlich genügsamen Tiere verlangt einiges Fachwissen und sollte möglichst artgerecht erfolgen, damit es dem Hausgenossen auch wirklich gut geht.
Gerade bei Schildkröten wird viel falsch gemacht, weiß die Hargesheimer Schildkrötenexpertin Daniela Spörl, die auch die Börse organisiert hatte. "Schildkröten sterben langsam und lautlos", erläuterte die Fachfrau, dass viele Panzerträger für Laien noch quietschvergnügt wirken, obwohl sie längst an schlimmen Krankheiten leiden.
Schuld daran ist meist eine oft gut gemeinte, aber völlig falsche Ernährung. Für die künftigen Besitzer ihrer Nachzuchten hat Spörl deshalb Infozettel vorbereitet, in denen sie ausführlich die artgerechte Haltung und den optimalen Speiseplan erläutert. Europäischen Landschildkröten sollte etwa kein Obst angeboten werden, obwohl sie es meist sehr gerne fressen. Erdbeeren oder Bananen führen aber oft zu Durchfall, der die Darmflora schädigt, Tomaten entziehen dem Panzer wichtiges Calcium.
Stattdessen sind möglichst viele Kräuter, Salatblätter oder sogenanntes Unkraut wie Vogelmiere, Taubnessel oder Klatschmohn angesagt, außerdem eine Sepiaschale als Calciumlieferant. Auch die Winterruhe ist unverzichtbar für ein gesundes Schildkrötenleben.
Quelle
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Liebe Grüsse eure Michaela