Österreichs Nationalteam bekommt bei der EURO 2008 ausgerechnet von prominenten Deutschen Unterstützung. Sonya Kraus, Barbara Schöneberger, Campino sowie österreichische Promis melden sich zu Wort.
WIEN (SN, APA). Österreichs Nationalteam bekommt bei der EURO 2008 ausgerechnet von prominenten Deutschen Unterstützung. So hofft TV-Moderatorin Sonya Kraus „ganz stark“ auf ein zweites Cordoba am 16. Juni im Ernst-Happel-Stadion: „Unsere verwöhnten Jungs sollten mal so richtig den A...., eh..., den Allerwertesten versohlt bekommen. Go Ösis, go! Zieht den Deutschen die Lederhosen aus“, sagte sie gegenüber der APA.
„Selbstverständlich freu' ich mich auf die EURO“, betonte Kraus. „Ich bin zwar ein Fußball-Muffel, aber bei WM und EM lasse ich mich gerne vom Fußballfieber infizieren. Obwohl ich sonst jede Gelegenheit nutze, nach Österreich zu reisen, werde ich während der EURO schön zu Hause bleiben. Das ist mir zu hektisch. Ich liebe Österreich so, wie es sonst ist: idyllisch und urgemütlich. Europameister 2008 wird Frankreich, denn die haben einige Rechnungen offen. Keine Gnade für die Italiener!“
Wenn die rot-weiß-roten Kicker tatsächlich Deutschland aus dem Turnier werfen, würde sich TV-Kollegin Barbara Schöneberger „total für Österreich freuen“. Die Blondine fügte jedoch rasch hinzu: „Aber nur wenn ich während des Spiels in der Loge neben Zinedine Zidane sitzen darf.“ Grundsätzlich sei Fußball für Schöneberger „nicht mehr interessant, weil Zinedine Zidane nicht mehr spielt. Geht mir fort mit den Portugiesen und den anderen affektierten Typen, die sich das Brusthaar nach oben frisieren.“
Campino hat sich auf einen Besuch in Österreich „wirklich gefreut“, aber: „Die Kroaten haben mir die Einladung zur Fußballparty aus der Hand gerissen“. Der Sänger der Toten Hosen ist nämlich erklärter Fan der englischen Mannschaft, die sich nicht qualifizieren konnte. Der Punkmusiker will während der EM daher verreisen - „irgendwohin, wo es keinen Fernseher gibt“. Und wenn Deutschland programmgemäß gegen Österreich gewinnt? „Könnte ich mit Euch mitfühlen, wie es Euch dann geht.“
Im Münchner Starlet Davorka, die sich manchmal für den Tierschutz auszieht, „wohnen zwei Herzen in der Brust“, wie sie der APA erzählte. „Ich bin Kroatin, wohne aber auch in Deutschland. Beide spielen gegen Österreich.“ Daumen halten wird das Starlet „natürlich“ für ihre Heimat. Geht es um einen Sieg zwischen Österreich und Deutschland, könnte sich die junge Frau trotz ihres Wohnsitzes für Österreich entscheiden. „Ich würde mich tierisch freuen, wenn Österreich gegen Deutschland gewinnt“, bekräftigte „Miss Transparent“. Weil sie „eher für die schwächeren, kleinen Länder“ sei. Und: „Die Deutschen wollen ja immer nur gewinnen.“
Mirjam Weichselbraun drückt dagegen den Nachbarn die Daumen. „Prinzipiell, von der Leistung her, bin ich ein Fan der deutschen Nationalmannschaft, weil sie einfach gut spielen“, sagte die Moderatorin. „Zu einem anständigen Team gehören gute Fans. Die haben bei den Deutschen zum Erfolg mit beigetragen. Darum wäre es wichtig, dass auch in Österreich Fans bis zum fröhlichen oder bitteren Ende zu ihrem Nationalteam halten. Wenn die eigenen Fans pfeifen, finde ich das deppert.“
Weichselbraun glaubt, dass Deutschland Europameister wird. „Aber wir haben eine Chance! Wir werden aller Welt zeigen, dass die Bananenflanke eigentlich aus Österreich stammt“, schmunzelte die Tirolerin, die sich Tickets für ein Spiel wünscht. „Die WM in Deutschland war die beste Zeit, die ich dort bisher verbracht habe. Ich freue mich sehr auf die EURO.“
Kein waschechter Tifosi ist der italienische Popstar Jovanotti. „Ich interessiere mich für Fußball so wie für andere Sportarten auch“, so der Musiker. „Als Fan würde ich mich allerdings nicht bezeichnen. Ich habe auch kein Herzensteam, gehe nie ins Stadion. Aber ich schaue mir gerne Übertragungen an. Fußball ist ein gutes Thema für Gespräche an der Bar.“ Welche Erwartungen hat Jovanotti an seine Heimatelf? „Wir sind besser, wenn niemand etwas von uns erwartet. Italien ist immer gut, wenn es in einer Krise steckt. Das gilt nicht nur für den Fußball.“
Als Patriot bezeichnete sich Manuel Ortega. „Ich glaube, dass Österreich nicht so schlecht ist, wie alle sagen“, betonte der Sänger und Ex-Dancing Star. „Warum soll Österreich nicht Europameister werden? Das hat sich von Griechenland auch keiner gedacht.“ Man müsse „groß denken“, dann werde es auch werden: „Wir müssen gemeinsam daran glauben.“
Als „begeisterten Fußballfan“ bezeichnet sich „Jedermann“ Peter Simonischek. „Ich werde Österreich die Daumen drücken, dass sie nicht in der ersten Runde rausfallen, was aber ein Wunder wäre. Es ist ein Jammer, dass Österreich heuer so schlecht dasteht, ausgerechnet wenn die EM im eigenen Land ist.“ Seine Favoriten: „Vielleicht machen es die Deutschen oder es gewinnen die Italiener.“
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Liebe Grüsse eure Michaela