Für Hund und Katz gibts genug Platz in Tierheimen. In Menzingen finden neuerdings auch ausgesetzte Schlangen und Echsen einen Unterschlupf.
Als neulich Urlauber aus dem Oman zurückkehrten, merkten sie beim Auspacken der Koffer plötzlich, dass sich in ihren Schwimmflossen ein winziger Gecko versteckt hatte. «Die Leute brachten das Tier zu mir in die Auffangstation, und ich konnte mich um die Echse kümmern», berichtet Susanna Elsener und strahlt. Ein harmloser Fall für die aus Rotterdam stammende Menzingerin, die schon seit 1984 in der Schweiz lebt.
Seit Herbst letzten Jahres hat sie das neue Tierheim für Reptilien in Räumen an der Neudorfstrasse im Dorfzentrum eröffnet. «Es gibt auch Leute, die ihre Reptilien im Winter einfach im Wald aussetzen und sie erfrieren lassen», sagt die 35-Jährige. Um solche tierquälerischen Notfälle zu verhindern, hat sie die Auffangstation für Reptilien, Amphibien und Wirbellose gegründet.
«Seit Oktober 2007 haben wir etwa 70 Tiere aufgenommen – davon fanden inzwischen 45 ein neues Zuhause», so die gelernte kaufmännische Angestellte und Mutter dreier Kinder.
Mittlerweile hat Susanna Elsener eine Zusatzausbildung als Tierpflegerin absolviert und hält privat noch 25 Reptilien in ihrem Haus. «So manche Halter sind einfach überfordert mit diesen Tieren, weil sie sich zu wenig auskennen.» Deshalb bietet sie auch gerne Beratungen an.
zisch.ch
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Liebe Grüsse eure Michaela