Braunsbedra/MZ. "Er fühlt sich irgendwie glitschig an", waren sich der fünfjährige Dustin Borchert und der siebenjährige Justin Hoffmann am Samstag in der Braunsbedraer St. Barbara-Halle vollkommen einig. Die beiden waren gerade mit Heino auf Tuchfühlung gegangen und hatten sich dabei augenscheinlich ganz gern ein ganz klein wenig von ihm einwickeln lassen.
Das sei auch kein Wunder, denn Heino sei eine sehr interessante Laune der Natur, erklärt der ein paar Meter daneben stehende Fernando Richter, der sich mit seinem Heino und Typen wie ihm bestens auskennt. Fernando Richter ist Experte in Sachen exotischer Reptilien, Schlangen und Insekten. Mit seiner Ausstellung "Welt der Reptilien" gastierten er und sein Team am Osterwochenende erstmals in Braunsbedra. "Es ist wirklich sehr viel los. Der Andrang ist überraschend groß", freute sich Richter am Samstag über die Vielzahl an Leuten, die bereits vor der überlaufenen Halle Schlange standen, um endlich in die Ausstellung zu gelangen.
Währenddessen bewies Heino gerade, dass er eine ausgesprochen fotogene Laune der Natur ist. Immer wieder lassen sich die Besucher die gut vier Meter lange männliche Albinoriesenschlange um den Hals hängen und sich so mit ihm fotografieren. Die Königstigerpython ist einer der Stars beim Showteil, den Fernando Richter in regelmäßigen Abständen vorführt. Dabei vermittelt der Mann aus dem sächsischen Torgau Wissenswertes auf humorvolle Art und Weise und bindet verschiedene Tiere mit ein. So konnten die neugierigen und dichtgedrängten Zuschauer während des Showteils neben Heino auch Alligator Al in Augenschein nehmen. "Er ist erst drei Jahre alt und mit seiner Körperlänge von etwas mehr als einem Meter noch relativ klein", erklärte Richter mit Blick auf den noch nicht ganz so gefährlich wirkenden Mississippialligator.
Aber auch die anderen Reptilien, Schlangen, Spinnen und Schildkröten im weiten Rund der St. Barbara-Halle waren für die Besucher offensichtlich nicht minder faszinierend. Die erst vier Jahre alte Gina Michelle Rühlemann kauerte derweil gerade bedächtig vor einer Landschildkröte und berührte dann vorsichtig deren Panzer. "Die Schildkrötenart kann nicht nur sehr groß, sondern auch sehr alt werden", erwähnt Richter, der sich durchaus vorstellen konnte, in nicht allzu ferner Zukunft wieder in Braunsbedra zu gastieren.
mz
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Liebe Grüsse eure Michaela