Ich werde mich EHRLICH vorstellen. Ich hoffe, das wird geschätzt und ich hoffe, es regt auch zum Nachdenken an.
Ich habe eine kranke Agame in Pflege. Um das Überleben des Tieres darf gebetet werden.
Es leidet an schwerer Gicht und massenhaftem Parasitenbefall. Seine 3 Käfiggenossen sind tot.
Andererseits weiß ich nicht, ob ich dem Tier weitere Monate/Jahre in Gefangenschaft wünschen soll, selbst wenn ich die Haltungsbedingungen dauerhaft verbessern kann.
Angeschafft wurde es für "interessierte" Jugendliche, deren Interesse mit der ersten Freundin den Bach runter war. Blöd, dass diese Tiere so alt werden und dass sie sich beim Sterben so schwer tun.
Den Ärger und die Kosten (meine und die von mittlerweile 3 verschiedenen Tierärzten) hat nun der Familienvater, der von Haus aus gegen die Anschaffung war. Er ist der einzige, der sich jetzt noch um das Tier sorgt.
Ich lese in mehreren Foren mit und unterhalte mich online mit australischen Fachleuten, weil es mir nur sehr ungenügend gelingen will, Australien zu simulieren. Kann mir nicht vorstellern, dass sich dieser arme Teufel von einem "Haustier" jemals in seinem Leben wirklich wohl gefühlt hat.
Haustiere sind für mich Hunde und Katzen. Alles, was nicht Hund oder Katz ist, ist für Spezialisten mit VIEL Geld und VIEL Platz.
Alles, was sein Leben lang in einem Käfig hockt, ist traurig anzusehen. Ich wills nicht sehen.
Alle meine Vögel waren freifliegend oder im dicht begrünten Vogelzimmer, auch und gerade die, die aus der Käfighaltung kamen.
Und wenn ich anders könnte, müsste auch die arme Echse nicht in ihrem Glastank leben.
Diese Bartagame ist eins von jenen Tieren, denen ich sagen muss: "Schatzi, wenn es irgendeinen Sinn hätte und gesetzlich möglich wäre, dann würde ich dir ein Flugticket in deine Heimat bezahlen und dort eine nette Kollegin auftreiben, die dich langsam an ein freies Leben gewöhnt."