Hanau ‐ Für eine 100-Jahrfeier war es ein eher kleines Fest, das die Hanauer Aquarien- und Terrarienfreunde auf ihrem Vereinsgelände im Tümpelgarten feierten. Noch dazu ein Jahr später. Denn in diesem Jahr ist der Verein bereits 101 Jahre alt. Von Dieter Kögel

Doch die rund 50 Mitglieder sind froh, dass sie das Jubiläum überhaupt mit einer Feier begehen und damit einen Neuanfang auf dem 1,5 Hektar großen Vereinsgelände hinter dem Nachbarschaftshaus signalisieren konnten. Noch Ende letzten Jahres war es um die Zukunft der Aquarianer eher schlecht bestellt.
Das soll sich ändern, so Hans-Georg Schulten, der seit den Vorstandswahlen im März die Geschicke des Vereins leitet und mit seinen Vereinskollegen nun wieder optimistische Blicke in die Zukunft wagt. Der Weg dahin scheint geebnet. Die gesamte Anlage wirkt idyllisch und gepflegt, der Wildwuchs wurde in vielen Einsatzstunden zurückgedrängt, der Parkcharakter der grünen Oase mit ihren vielen Tümpeln und Volieren, in denen sich Sittiche und Kanarienvögel wohl fühlen, lädt wieder zum entspannenden Verweilen ein.
Park täglich für jedermann zugänglich
Einige Anwohner nutzen dieses Angebot auch, kommen mit Kindern oder Freunden vorbei. „Aber noch nicht in dem Umfang, wie wir es uns wünschen,“ sagt Schulte.
Der Park ist täglich für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet vielerlei Möglichkeiten der Entspannung und Naturbeobachtung. Frösche treiben auf den Tümpeln zwischen Wasserlinsen, bunte Goldfische tummeln sich in einem anderen Teich, und im See vor der Terrasse der Gaststätte blühen weiße und rote Seerosen.
Das „Warmhaus,“ in dem sich tropische Fische und Reptilien in rund 40 Aquarien und Terrarien zu Hause fühlen, präsentiert sich bereits wieder als Schmuckstück. Aquarien sind nun wieder eingerichtet und werden betreut. „Nicht einmal zehn Aktive“ sind es, die sich die Arbeit aufgeladen haben, sagt Fischwart Eckhard Kuban. In den Terrarien im schmalen Nachbarraum sonnen sich australische Bartagamen im künstlichen Licht. Bald bekommen sie kleine Leguane als Nachbarn.
Fischbörse zwei Mal im Jahr
„Das Schiff schlingert noch. Aber die Segel sind gesetzt und der Kompass ist ausgerichtet,“ beschreibt Vorsitzender Schulten den derzeitigen Zustand des Vereins. Aber es tut sich etwas.
Und neben der zwei Mal jährlich stattfindenden Fischbörse stehen die Aquarianer sonntags ab elf Uhr Gästen und Interessenten mit Ratschlägen gerne zur Seite. Führungen für Schulen hat der Verein auch wieder im Angebot.QUELLE