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 Neu im Reptilienzoo: Teju, die Raubechse

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klausibarti
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BeitragThema: Neu im Reptilienzoo: Teju, die Raubechse   Sa 31 Jul - 17:04


Packt zu, wie ein Schraubstock: Der Teju, eine große, räuberische Echse. Foto: Klein

Burgweinting. 10 Uhr, das ist im Burgweintinger Reptilienzoo noch früher Morgen. Schweinwerfer schalten sich nun ein und die nachts auf 23 bis 24 Grad abgesenkte Temperatur wird langsam hochgefahren. Die Schildkröten paddeln schon fleißig, die halb im Sand vergrabene Hornviper riskiert mal ein offenes Auge und Mama Klapperschlange und ihre 16 Kleinen machen noch gar keinen Mucks. Im Gegensatz zu anderen Müttern, die nur mal ganz kurz giftig sein können, ist die Uracoan-Klapperschlangenmutter durchgehend giftig – und zwar sehr.

Nur der Teju ist um 10 Uhr schon putzmunter. Das entspricht seiner Art, denn Tejus sind große, räuberische Echsen, die in ihrer Heimat in Mittelamerika und dem nördlichen Südamerika Vögel und kleinere Säugetiere jagen. Sie sind dort das, was bei uns die Eidechsen sind – nur ein paar Nummern größer.
Alexander Stromski, der Chef des Reptilienzoos, stellt den Neuankömmling vor und wird fast ein wenig nostalgisch. „Tejus hatten wir vor über 20 Jahre schon, da waren wir die einzigen in Deutschland, die die Echsen nachgezüchtet haben“. Inzwischen sind die Echsen ziemlich in Vergessenheit geraten, doch nun hat wieder ein Teju als Neuzugang im Reptilienzoo ein großes Terrarium bezogen.

Die etwa einen Meter lange Echse ist hellwach und springt gegen die Glasscheibe, als Alexander Stromski das Schloss öffnet. „Vorsicht, die packt zu wie ein wie Schraubstöcke“, sagt der ansonsten ziemlich furchtlose Reptilienfachmann mit ungewöhnlich viel Respekt. Stromski hat zum Füttern die ganz lange Zange geholt und klemmt ein Stück Hühnerfleisch ein. Als er es ins Terrarium hält, ist die züngelnde Echse fast aus dem Häuschen und hinter dem Fleischstück her wie der Teufel hinter der armen Seele.

„Das ist ein ausgesprochenes Raubtier, ein echter Prädator, ein Beutemacher, der sehr aktiv ist und schnell und kräftig zupacken kann“, erzählt Alexander Stromski, während der Teju sein zweites Stück Hühnerbrust in sich hineinwürgt. Weil das Fleisch kühl war, friert es die wechselwarme Echse nun ein bisschen, weshalb sie sich ein wärmeres Plätzchen direkt im Scheinwerferlicht sucht und dort vor sich hindöst. Höchstwahrscheinlich träumt sie von warmer Hühnersuppe.
Quelle
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