Ob es hier ein "richtig / falsch" gibt weiß ich nicht... aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich mit ca. (!!!) 1:5 sehr gute Eigenschaften erhalten habe. Einige Dinge sind dabei allerdings zu bedenken:
1.) Sand ist nicht gleich Sand! Hier einige Beispiele aus eigener Erfahrung:
.) Kinderspielsand hat "ab Werk" einen sehr hohen Lehmanteil (zwecks guter Formbarkeit für Burgen etc.)
.) Sand für Beachvolleyballplätze oder Bunker auf Golfplätzen hat einen sehr niedrigen Lehmanteil damit er schön locker bleibt
.) Bausand hat einen extrem hohen Lehmanteil (sehr viel höher als Kinderspielsand)
Das sind aber nur Faustregeln... es gibt zum Glück einen einfachen Test um einen Eindruck davon zu bekommen wie viel Lehm in deinem Sand ist. Einfach etwas Sand in ein Glas, Wasser drauf, schütteln... staunen ;-) je trüber das Wasser wird desto höher ist tendenziell der Anteil von Lehm in deinem Sand.

Genauer wird die Aussage wenn du ohne Wasser markierst wie hoch der Sand reicht (durch drücken, rütteln etc. gut verdichten) und diese Marke mit der Höhe des Sandes vergleichst die du kurz nach Beigabe von Wasser siehst (nach dem Schütteln kurz warten). --> Was noch im Wasser schwebt und nicht zu Boden gesunken ist, ist wahrscheinlich zu einem guten Teil Lehm.
--> Beinhaltet dein Sand sehr wenig Lehm wirst du wohl etwas mehr als 1:5 brauchen... ist es viel Lehm reicht 1:5 sicher (vlt. sogar etwas weniger).
1:8 bis 1:10 halte ich in jedem Fall für zu wenig...
2.) Lehm ist nicht gleich Lehm! Überraschung ;-) Ich habe mal den Fehler gemacht unter dem Titel "Lehmpulver" ein Fertiggemisch aus Lehm UND Sand zu kaufen... (sehr feiner Sand = hat man nicht gesehen). War nix mit fest werden... --> Immer sicherstellen, dass du möglichst reines Lehmpulver verwendest.

Merkst du leicht wenn du das Zeug in reinem Zustand mit ein wenig Wasser vermengst. Sollte dann so werden wie der Ton den du aus dem Bastelunterricht kennst. Wenn (viel) Sand im Lehm ist kriegt er nicht so eine gleichmäßige Konsistenz wie feuchter Ton.
3.) Feuchtigkeit und Verdichtung spielen ebenfalls eine Rolle! Ich mache mein Gemisch immer ziemlich feucht (ca. 1/2 Liter Wasser auf einen normalen Kübel mit Sand/Lehm Gemisch... wobei der Sand schon relativ feucht aus dem Sack kommt)... und dann gilt: Immer feste drauf! Ich stampf den Boden richtig fest... nicht nur sanft drücken sondern mit der Faust. Wenn man das nicht macht hilft alles nix und der Bodengrund wird bröckelig sobald er trocknet.
Nur zur Sicherheit noch einmal der Hinweis: Alles eigene Erfahrungen und keine Expertenmeinungen aus der Fachliteratur...