Bei der Stadtranderholung in der Gemeinschaftsgrundschule in Bislich waren gestern exotische Besucher zu Gast.
Aurelia hält kurz inne. Ein Zögern, und schon streckt die Achtjährige dem Terraristik-Experten Stefan Laubrock ihre Hand hin. Vorsichtig setzt er eine Babypython auf die Handfläche des Mädchens. „Ein lustiges Gefühl. Schlangen fühlen sich ja gar nicht so rau an wie ich gedacht habe”, sagt Aurelia. Bekanntschaft mit Babypythons, Spinnen und Echsen machte gestern nicht nur Aurelia, sondern auch die knapp 50 weiteren Kinder, die an der Stadtranderholung am Standort Gemeinschaftsgrundschule Bislich teilnehmen. In einem Klassenzimmer der Grundschule hießen sie knapp 20 tierische Freunde willkommen. Der Terraristik-Verein Niederrhein war mit seinen exotischen Tieren zu Gast - ein wahrhaft wildes Erlebnis.
Große Vorfreude
„Den ganzen Vormittag haben sich die Kinder auf die Exoten gefreut. Als der Wagen der Terraristik-Freunde endlich auf dem Schulhof ankam, haben sie ihn wie Fans umlagert”, sagt Florian Rutz, Leiter der Stadtranderholung an der Grundschule in Bislich. Doch auch wenn die Tiere von den meisten gestreichelt und durchs Klassenzimmer getragen werden, so beäugt manch einer das Geschehen lieber skeptisch aus der zweiten Reihe. So wie Alessio. „Ich fass' die nicht an!”, sagt der Achtjährige, als ihm jemand eine Echse zeigen will. Schließlich können solche Tiere auch beißen, meint Alessio.
Dennis hingegen ist fasziniert von der kleinen Echse auf seiner Hand. Wäre soetwas auch in seinem Kinderzimmer, denkbar? „Nein, meine Eltern hätten bestimmt etwas dagegen.” Aber so genieße er eben umso mehr dieses Ferienerlebnis. Auch Aurelia würde gern ihre Barbie gegen die Mini-Schlange eintauschen. Doch auch sie kennt mindestens zwei Personen, die damit nicht einverstanden wären.
Nach knapp 20 Minuten werden die Tiere in ihren Transportboxen verstaut. Und weiter geht's. Im Klassenraum nebenan warten schon die nächsten 20 Ferienkinder auf den exotischen Besuch. seul
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