Minden (mt/lkp). Die größte Fledermaus Deutschlands, das große Mausohr, ist auch im Kreis Minden-Lübbecke beheimatet. Um die heimischen Säugetiere geht es in einem Vortrag von Sandra Meier auf Einladung der Vortragsgesellschaft "Natja" am Donnerstag, 23. Oktober, um 19.30 Uhr im Audimax der Fachhochschul-Abteilung Minden, Artilleriestraße 9.
Fledermäuse können äußerst geschickt fliegen und sich ohne Licht orientieren. Weil sie weitgehend nur nachts unterwegs sind, bekommen wir die Tiere kaum zu sehen. Sie gehören zu den bedrohten Tierarten in Europa.
Die Diplom-Landschaftsökologin Sandra Meier stellt nach einer kurzen Einleitung über die biologische Ordnung der "Fledertiere" die Besonderheiten im Kreis Minden-Lübbecke vor. Warum fühlen sich Fledermäuse hier besonders wohl?
Am Beispiel des Großen Mausohrs berichtet sie über ein neues spannendes Forschungsprojekt im Kreis Minden-Lübbecke. Geplant ist, in einem bekannten Fledermausquartier eine Lichtschranke einzubauen. Sandra Meier und ihr Team hoffen, damit neue Erkenntnisse über die Aktivität der beobachteten Tiere zu gewinnen: Wann im Jahresverlauf nutzen die Tiere ihre Dachbodenquartiere, und wie viele Fledermäuse lassen sich dort zählen? Welche Bedeutung hat das Quartier als Teillebensraum der bedrohten Säuger?
Sandra Meier gehört zu einem Team von vier Diplom-Landschaftsökologinnen, das 2005 gemeinsam das Büro "Echolot GbR" mit dem Schwerpunkt "Fledermäuse" in Münster gegründet hat. Seitdem führt das Team in NRW und in den benachbarten Bundesländern professionelle landschaftsökologische Fachgutachten aus. Zusammen mit freien Mitarbeitern und Kooperationspartnern bietet es Biotoptypenkartierungen sowie Untersuchungen zu Vögeln, Spinnen, Amphibien, Reptilien und Fischen an. Das Büro bietet auf Anfrage Seminare an, hält Vorträge und betreut Projekte zur Umweltbildung (MT vom 19. August).
Als ehrenamtliche Fledermausbetreuerin des Naturschutzbundes Nabu berät Sandra Meier im Kreis Minden-Lübbecke die interessierte Öffentlichkeit. Sie arbeitet eng mit dem Kreis-Umweltamt und der Biologischen Station zusammen.
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Liebe Grüsse eure Michaela