Luft im Zelt ist warm und subtropisch feucht. In einer abgedunkelten Ecke sitzt der Star der Show: der Albino-Alligator Whitey aus Louisiana. Das 13 Jahre alte und 2,60 Meter lange Reptil ist einer von weltweit 13 Alligatoren, denen die Farbpigmente fehlen. Bis zum 26. Oktober sind er und seine Artgenossen in der Show „Land der Reptilien“ auf dem Staufenplatz in Düsseldorf zu sehen.
Im Vorzelt finden die Besucher die eher harmlosen Tiere: Leguane, Vogelspinnen, Erdnattern. Im nächsten Ausstellungsraum lauert dann schon die knapp neun Meter lange und 110 Kilogramm schwere Netzpython. Wen dies immer noch nicht beeindruckt, der gerät spätestens beim Anblick der Alligatoren ins Staunen: In der 1000 Quadratmeter großen Halle können die Besucher die Riesen hautnah erleben, und das ist wörtlich gemeint: Während der Vorführungen dürfen die Zuschauer mitmachen und selbst das Alligatorengehege betreten. Mutige können die Tiere unter Aufsicht streicheln oder sogar auf ihnen reiten. Am Dienstagmittag dürfen Blinde in einer kostenlosen Führung die Reptilien „erfühlen“.
René Renz und seine Familie organisieren zusammen mit Werner Weigele die Ausstellung. Der Betreiber will zeigen, dass Krokodile keine Monster sind. „Die meisten Tiere sind von klein auf bei uns und so zahm, dass wir auch die Besucher an sie heran lassen können“, sagt Renz. Er selbst steckt in der Show seinen Kopf ins Maul von Ali, dem mit 60 Jahren ältesten Alligator.
In Friedberg bei Frankfurt hat die Familie 2001 einen Krokodilzoo eröffnet, wo noch etwa 60 weitere Tiere gepflegt und gezüchtet werden.
Whitey kam vor zweieinhalb Jahren dazu. Albino-Alligatoren haben in der freien Natur kaum Überlebenschancen, da die Jungtiere wegen der fehlenden Tarnfarbe zur leichten Beute für Feinde werden.
Geöffnet Di bis So von 11 bis 18 Uhr, Erwachsene 12 Euro, Kinder 7 Euro (Ermäßigungscoupon auf: www.land-der-reptilien.de), Anmeldung Blindenführung unter Telefon 0157 73112330.
rp-online
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Liebe Grüsse eure Michaela