Gescher. „Elmo“ sieht fast aus wie ein Drache aus den Ritterfilmen und ist eine männliche, australische Bartagame, die sich bei Christine Plothow aus Gescher tierisch wohlfühlt. Dass er einen Namen hat, zeigt schon die enge Bindung zwischen den beiden. Und er ist nicht allein: Das Wohnzimmer teilt er sich mit Wüstenagamen, Leopardgeckos und einer Landkrabbe. Und auch Wellensittiche und Wüstenrennmäuse gehören zu seinen Nachbarn.
„Als Kind habe ich mir immer ein Tier gewünscht“, erzählt die 26-jährige Christine, die in Ahaus als Fleischfachverkäuferin tätig ist. „Mit acht Jahren habe ich zuerst einen Wellensittich bekommen, in späteren Jahren dazu eine Maus.“ Und dann „passierte“ es vor vier Jahren: Sie war bei Petra Wosinski im Stadtlohner Zoogeschäft und sah dort die Bartagame „Elmo“. Es war Liebe auf den ersten Blick. Die Reptilie zog sofort mit ihrem Terrarium bei Christine ein. Das Interesse an Echsen war nun geweckt. Es folgten nach kurzer Zeit zwei Leopardgeckos. Diese fühlten sich bei der Tierliebhaberin so wohl, dass sie bis heute schon sechs Mal für Nachwuchs sorgten. Kein Wunder bei der guten Ernährung mit Mehlwürmern, Zombies (Larven vom Schwarzkäfer), Heuschrecken, Grillen, Heimchen und auch frischem Salat und Gemüse. Mit dem Verfüttern der Lebend-Tiere hat Christine keine Probleme. „Das gehört einfach dazu“, weiß die Gescheranerin.
Vor einem Jahr kamen dann die beiden Wüstenagamen dazu. Und eine Landkrabbe. „Das ist eine lebende Mülltonne“, weiß die Tierhalterin. „Sie frisst einfach fast alles und bekommt bei mir Katzenfutter, Fleisch und auch Reis.“ Ernährungs- und Pflegetipps holt sie sich weiter bei ihrer Freundin Petra Wosinski. Auch hat sie schon neue Pläne zur Erweiterung ihres „Zoos“. Auf ihrer Wunschliste stehen nun Taggeckos. „Ich finde besonders die giftgrünen Farbschläge toll“, erklärt sie begeistert. Außerdem gelten die Tiere auf Madagaskar als Glücksbringer. Den künftigen Platz hat sie sich schon ausgesucht. Es muss nur noch ein Schrank umgestellt und für die Anschaffung weiter gespart werden.
Die beiden Wüstenrennmäuse Aphrodite und Blacky interessieren sich nicht besonders für ihre Wohnzimmer-Genossen und rennen weiter in ihren Käfigen um die Wette. Die Tierfreundin holt ihren Liebling, ihren „Drachen“, aus dem Terrarium. Und während „Elmo“ sich wohlig auf dem Arm von Christine räkelt, denkt er bei sich: „Ich freue mich schon auf weitere Zimmer-Genossen, hoffe aber, dass Christine weiter so schön Zeit für mich hat.“ Bei deren Tierliebe klappt das bestimmt.
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Liebe Grüsse eure Michaela