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 Die Wildnis im Wohnzimmer

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Bearded Dragons
kleiner Barti
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BeitragThema: Die Wildnis im Wohnzimmer   Sa 18 Okt - 11:45

Immer mehr exotische Tiere in Kärnten. Ein wachsender Markt, in den nun auch der Fachhändler Megazoo investiert: Er expandiert nach Klagenfurt.
Als Junggeselle bewahrte er die Kleidung im Küchenkastl auf, denn der Rest seiner 45-Quadratmeter-Wohnung war voller Terrarien: In seiner "expansivsten" Phase hatte Raffael Stock aus Techelsberg bis zu 250 Exoten bei sich zu Hause.

"Fasziniert vom Verhalten." Echsen, Schlangen, ihre Nachzucht und natürlich die entsprechende Futtertierzucht bestehend aus Heimchen, Grillen und Mehlwürmern. Schon als Kind hat er Regelnattern und Kreuzottern aus dem Wald mitgebracht. Und bis heute ist der 43-jährige Kärntner "fasziniert vom Verhalten dieser Tiere".

Familie statt Reptilien. Mittlerweile hat der Fernfahrer Familie und ist mit einem Eigenheim solide geworden. Nur noch zwei Bartagamen (wovon eine hinkt) besitzt er, sowie vier Perl-Eidechsen.

Terraristik wird populärer. Der gelernte Tierpfleger hat damit genau die gegenteilige Entwicklung gemacht wie der Markt. Die Österreicher halten immer mehr Haustiere, davon immer mehr Exoten. Tierfutter zählt zu den am schnellsten wachsenden Sortimenten im Einzelhandel. Die so genannte Terraristik hat jährliche Steigerungsraten von 20 Prozent.

Singles und Exoten. Die vermehrten Single-Haushalte bzw. kinderlosen Familien tragen zu dem Exoten-Boom bei, den man auch in Kärntens Bezirkshauptmannschaften bestätigt, wo die Tiere gemeldet sein müssen. Dass die Dunkelziffer hoch ist darf man annehmen, da immer wieder ausgesetzte exotische Tiere gefunden werden.

"Wildnis im Wohnzimmer". Klar, dass sich jetzt auch die Fressnapf-Tochter Megazoo in Kärnten ansiedeln will. Im Frühjahr 2009 soll Eröffnung sein. "Die Faszination für die Exotik steigt. Die Leute wollen Wildnis im Wohnzimmer", sagt Megazoo-Geschäftsführer Norbert Marschallinger, der 1,5 Millionen Euro in den Klagenfurter Standort investiert, dem eine Tierarztpraxis angeschlossen sein wird.

Teurer Spaß. Raffael Stock will sich den Spaß nicht mehr leisten - auch wegen der Stromkosten, denn ein Terrarium braucht gut und gerne 300 bis 400 Watt Beleuchtung um die australische Sonne nachzuahmen. Weil der Tierliebhaber nicht anders kann, hat er sich jedoch drei Kamele angeschafft. Stocks Kamele kann man zum Reiten mieten. Termine nach Vereinbarung unter [TEL] 0660/343 24 24.

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