Bartagamen sehen aus wie putzige, bärtige Minidrachen. Sie gehören zur Echsenfamilie der Agamen und sind sehr beliebt. Im Internet preisen Hunderte Offerten die zahmen Spielreptilien an: »Geben handzahme, quicklebendige Bartagamenbabys in liebevolle Hände ab«. Ein anderes Inserat schwärmt vom »supersüßen Bartiboy«.
Doch Bartis, Schlangen und Schildkröten sind nun dem für Infektionskrankheiten zuständigen Robert Koch-Institut aufgefallen – als Salmonellenquellen. Dessen Epidemiologisches Bulletin konstatiert eine »bundesweite Häufung bei Kindern« von reptilien-assoziierten Salmonelleninfektionen. Meist waren Bartagamen der Krankheitsauslöser, auch eine Riesenschlange war dabei.
Noch ist die Zahl der registrierten Fälle gering. Aber eine genauere Beobachtung dürfte mehr Infektionen ans Tageslicht fördern. Eine Untersuchung in Deutschland und Österreich stieß bei der Mehrzahl der Reptilien auf Salmonellen. Allein über den Flughafen Frankfurt wurde 2007 eine halbe Million Kriechtiere importiert. Bis das Risiko geklärt ist, sollte man sich nach dem Terrarienputz die Hände waschen. Und vorläufig Bartiboy, Boa und Schildibaby nicht mehr kosen und küssen.
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