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 Reptilienzoo leidet unter schlechtem Ruf des früheren Inhabers

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AutorNachricht
Michaela
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BeitragThema: Reptilienzoo leidet unter schlechtem Ruf des früheren Inhabers   Sa 18 Okt - 20:36

Die derzeitigen Betreiber des Reptilienzoos Scheidegg leiden unter dem schlechten Ruf ihres Vorgängers. Wie berichtet, hatte er den Zoo Anfang 2006 in einem verheerenden Zustand hinterlassen. Jetzt hingegen wird der Betrieb vorbildlich geführt.

LINDAU / SCHEIDEGG (mb) Als Rebecca Jussel und Udo Hagen den Reptilienzoo in Scheidegg im Sommer 2007 übernahmen, machte das Gebäude am Ortseingang von Scheidegg nicht viel her. Die Reptilien der Vorbesitzer waren weg, entweder gestorben oder vom Landratsamt beschlagnahmt. Die einzigen Tiere, die noch da waren (und zwar zu Tausenden) und auf neue Opfer warteten, waren die Milben, die sich in den Terrarien äußerst wohlgefühlt und entsprechend vermehrt hatten. Es blieb den neuen Inhabern also nicht anderes übrig, als sämtliche Einbauten rauszureißen, zu entsorgen und neue Terrarien einzubauen.

Sie entschieden sich für mehr Terrarien, aber dafür kleinere. Ihr Schwerpunkt sollten nicht die riesigen Würgeschlangen sein, sondern sie wollten mehr unterschiedliche, dafür aber kleinere Tiere ausstellen. So gibt es jetzt nur noch ein Terrarium mit Schlangen über drei Metern. Zwei Tigerpythons leben dort, die eine schlängelt sich derzeit munter durch ihre gut sechs Quadratmeter große Behausung einschließlich eines kleinen Teichs, die andere, ein gelblich-weißer Albino, liegt etwas missgelaunt in der Ecke, weil ihre Häutung kurz bevorsteht.


Guter Zuchterfolg

Den Tieren geht es offenkundig gut, sie sehen alle wohlgenährt aus. "Wenn eine Schlange gefressen hat", berichtet Inhaberin Jussel, "kotet sie nach zwei oder drei Tagen" - dann kommen die Schlangen erst mal aus dem Terrarium, und drinnen wird saubergemacht. Am besten geht das beiden Königpythons, denn die lassen sich von Hand aus ihrem Gehege nehmen und bei besonderen Gelegenheiten auch mal von einem Besucher anfassen.

Bei den Giftschlangen ist das natürlich anders. Die werden nur mit dem Haken angefasst und auch dann nur mit größtem Respekt. Es gibt eine ganze Reihe Klapperschlangen in verschiedenen Größen, Baumnattern, Kupferköpfe und mehr.

An diesem Nachmittag aber sind die Monokelkobras am interessantesten. Erstens weil sie im Unterschied zu den eher plumpen Klapperschlangen geradezu elegant aussehen. Zweitens weil sie ziemlich munter und offenbar neugierig sind. Die beiden kriechen durch ihr Terrarium, schlängeln sich umeinander, züngeln munter und widerlegen das Vorurteil, dass Schlangen meistens nur in der Ecke liegen und warten, dass ihr Mittagessen vorbeikommt.

Dass es den Schlangen gut geht, bestätigt auch der Zuchterfolg. Fast alle Pärchen haben sich in den gut anderthalb Jahren, die sie in dem Zoo leben, vermehrt.

Der Verkauf der Jungtiere, selbstverständlich nur an andere Schlangenliebhaber, die sich mit den Reptilien nachweislich auskennen, ist das eine Standbein, auf dem der Zoo jetzt steht, das größere sind die Besucher, die vor allem in der Touristensaison nach Scheidegg kommen.

Hier habe es, wie Rebecca Jussel berichtet, in den vergangenen Wochen jedoch einige Missverständnisse gegeben. Die Berichterstattung über den Prozess gegen den früheren Inhaber schrecke viele noch immer ab. "Haben Sie nicht zu?", fragten immer wieder Besucher. Oder Wanderer stellten ihre Autos auf den Parkplatz des Zoos. Und wenn die Inhaber dann darauf aufmerksam machen, dass es Zooparkplätze sind, heißt es: "Gibt's den noch?" - Es gibt ihn noch, bis Ende November täglich von 10 bis 17 Uhr, Dezember und Januar ist dann Winterpause.

Reptilienzoo leidet unter schlechtem Ruf des früheren InhabersLINDAU / SCHEIDEGG (mb) Als Rebecca Jussel und Udo Hagen den Reptilienzoo in Scheidegg im Sommer 2007 übernahmen, machte das Gebäude am Ortseingang von Scheidegg nicht viel her. Die Reptilien der Vorbesitzer waren weg, entweder gestorben oder vom Landratsamt beschlagnahmt. Die einzigen Tiere, die noch da waren (und zwar zu Tausenden) und auf neue Opfer warteten, waren die Milben, die sich in den Terrarien äußerst wohlgefühlt und entsprechend vermehrt hatten. Es blieb den neuen Inhabern also nicht anderes übrig, als sämtliche Einbauten rauszureißen, zu entsorgen und neue Terrarien einzubauen.

Sie entschieden sich für mehr Terrarien, aber dafür kleinere. Ihr Schwerpunkt sollten nicht die riesigen Würgeschlangen sein, sondern sie wollten mehr unterschiedliche, dafür aber kleinere Tiere ausstellen. So gibt es jetzt nur noch ein Terrarium mit Schlangen über drei Metern. Zwei Tigerpythons leben dort, die eine schlängelt sich derzeit munter durch ihre gut sechs Quadratmeter große Behausung einschließlich eines kleinen Teichs, die andere, ein gelblich-weißer Albino, liegt etwas missgelaunt in der Ecke, weil ihre Häutung kurz bevorsteht.


Guter Zuchterfolg

Den Tieren geht es offenkundig gut, sie sehen alle wohlgenährt aus. "Wenn eine Schlange gefressen hat", berichtet Inhaberin Jussel, "kotet sie nach zwei oder drei Tagen" - dann kommen die Schlangen erst mal aus dem Terrarium, und drinnen wird saubergemacht. Am besten geht das beiden Königpythons, denn die lassen sich von Hand aus ihrem Gehege nehmen und bei besonderen Gelegenheiten auch mal von einem Besucher anfassen.

Bei den Giftschlangen ist das natürlich anders. Die werden nur mit dem Haken angefasst und auch dann nur mit größtem Respekt. Es gibt eine ganze Reihe Klapperschlangen in verschiedenen Größen, Baumnattern, Kupferköpfe und mehr.

An diesem Nachmittag aber sind die Monokelkobras am interessantesten. Erstens weil sie im Unterschied zu den eher plumpen Klapperschlangen geradezu elegant aussehen. Zweitens weil sie ziemlich munter und offenbar neugierig sind. Die beiden kriechen durch ihr Terrarium, schlängeln sich umeinander, züngeln munter und widerlegen das Vorurteil, dass Schlangen meistens nur in der Ecke liegen und warten, dass ihr Mittagessen vorbeikommt.

Dass es den Schlangen gut geht, bestätigt auch der Zuchterfolg. Fast alle Pärchen haben sich in den gut anderthalb Jahren, die sie in dem Zoo leben, vermehrt.

Der Verkauf der Jungtiere, selbstverständlich nur an andere Schlangenliebhaber, die sich mit den Reptilien nachweislich auskennen, ist das eine Standbein, auf dem der Zoo jetzt steht, das größere sind die Besucher, die vor allem in der Touristensaison nach Scheidegg kommen.

Hier habe es, wie Rebecca Jussel berichtet, in den vergangenen Wochen jedoch einige Missverständnisse gegeben. Die Berichterstattung über den Prozess gegen den früheren Inhaber schrecke viele noch immer ab. "Haben Sie nicht zu?", fragten immer wieder Besucher. Oder Wanderer stellten ihre Autos auf den Parkplatz des Zoos. Und wenn die Inhaber dann darauf aufmerksam machen, dass es Zooparkplätze sind, heißt es: "Gibt's den noch?" - Es gibt ihn noch, bis Ende November täglich von 10 bis 17 Uhr, Dezember und Januar ist dann Winterpause.




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