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 Amanda

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klausibarti
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BeitragThema: Amanda   Do 29 Jul - 10:35

Keine Hubschraubersuche nach "Amanda"
Seit Sonntag läuft im Raum Graz-Liebenau die Suche nach der 3,5 Meter langen Boa constrictor "Amanda", die ihrem Besitzer entwischt ist. Nun sollte sogar ein Hubschrauber zum Einsatz kommen, doch die Idee wurde wieder verworfen.
Schwierige Suche
Die Suche nach der Riesenschlange in Graz erweist sich als sehr schwierig. Die Polizei wollte deswegen am Mittwoch zu einer kreativen Maßnahme greifen: Ein spezieller Hubschrauber mit Wärmebildkamera sollte auf Jagd gehen, so Einsatzleiter Willibald Thaller.

Aus dem Hubschraubereinsatz wurde jedoch nichts. Wie am Nachmittag bekannt wurde, kann der Helicopter nicht tief genug fliegen.

Keine Gefahr für Kleinkinder
Entwarnung gibt es unterdessen für die Öffentlichkeit. Werner Stangl, der behördliche Sachverständige für Reptilien, betont, dass Würgeschlange Amanda keine große Gefahr für Kinder sei:

"Die Schlange ist nicht in der Lage, ein Kleinkind zu fressen und der Mensch passt nicht ins Beuteschema dieser Tiere. Außerdem hat die Schlange einen Hasen gefressen." Sie sei also satt, so Stangl.

Haustiere gefährdet
Haustierbesitzer müssen sich allerdings in Acht nehmen, weiß Stangl. "Das Tier wird nur eine Gefahr für ganz kleine Hunde darstellen, wenn die irgendwo unbeaufsichtigt laufen würden und die Schlange Hunger hätte."
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klausibarti
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BeitragThema: "Amanda" liebt's warm - und lässt keinen kalt   Do 29 Jul - 10:37

Wo könnte sich die Boa verstecken und wie gefährlich ist das Tier? Reptilien-Expertin Helga Happ beantwortet die wichtigsten Fragen.

Noch gibt es keine Spur von der drei Meter langen Boa constrictor, die selbst vermutlich im Warmen liegt - ihre Umgebung aber alles andere als kalt lässt. Sind die Ängste berechtigt? Reptilienexpertin Helga Happ steht Rede und Antwort.

1. Welche Gefahr geht von der Boa constrictor wirklich aus?

ANTWORT: Ins Beuteschema der Schlange passen Hunde, Katzen, aber auch Säuglinge. Weil das Tier vor dem Ausbruch gefüttert wurde, sollte sie aber nicht auf Beutejagd sein. Für Erwachsene ist ihr Biss zwar schmerzhaft, sonst besteht aber keine Gefahr.

2. Greift das Tier von sich aus Menschen oder Tiere an?

ANTWORT: Die Boa ist ein Lauerjäger: Sie liegt regungslos da, bis Beute vorbeikommt, und beißt blitzartig zu. Menschen beißt sie nur zur Verteidigung.

3. Wo könnte sich die Schlange derzeit verstecken?

ANTWORT: Zur Verdauung braucht "Amanda" Wärme. Die Tiere lieben dunkle, enge Verstecke. Keller oder Kanalsystem sind ebenso als Versteck möglich wie ein warmer Winkel in der Wohnung - hinterm Kühlschrank etwa. Die Schlange kann gut klettern, aber nicht über senkrechte Mauern.

4. Warum wird nicht mehr weitergesucht?


ANTWORT: Eine Suchaktion wäre sinnlos. Je mehr Menschen in der Nähe der Schlange trampeln, desto eher versteckt sie sich.

5. Wie lange kann "Amanda" in der Freiheit überleben?

ANTWORT: Fallen die Temperaturen unter null Grad, stirbt sie. Der Schlange fehlt der Instinkt, sich vor dem Winter zu verkriechen.

6. 140 x 80 x 50 Zentimeter: War das Terrarium groß genug?

ANTWORT: Nein, im Tierschutzgesetz (TSchG) ist für die Haltung einer Boa constrictor ein Terrarium mit einer Grundfläche von zwei Quadratmetern und einer Höhe von 1,8 Metern vorgesehen.

7. Welche Konsequenzen drohen dem Halter nach dem Vorfall?

ANTWORT: Bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz droht eine Geldbuße von bis zu 15.000 Euro. Eine Anzeige wegen fahrlässiger Gemeingefährdung (Strafrahmen: bis ein Jahr Haft) ist ebenso möglich wie der Regress der Kosten für den Sucheinsatz. Da keine zusätzlichen Kräfte in den Dienst gestellt wurden, wäre der Betrag laut Polizei aber eher gering.
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BeitragThema: Re: Amanda   Fr 30 Jul - 20:01

Haben die Boa wieder gefunden, hat sich nur in der Kücke versteckt Razz Razz
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BeitragThema: Re: Amanda   Sa 31 Jul - 9:02

Soll das Halten von gefährlichen exotischen Tieren verboten werden?


Würgeschlangen, Skorpione, Vogelspinnen, Krokodile – die Haltung von exotischen Lebewesen in Privathaushalten stellt für so manchen Tierliebhaber einen besonderen Reiz dar, wird jedoch laut Experten meist unterschätzt. Seit 2005 sind so genannte Wildtiere in Oberösterreich laut Tierschutzgesetz zwar anzeigepflichtig, Kontrollen einer artgerechten Haltung finden jedoch kaum statt.

Karl Wampl, Landesveterinärdirektor

In unserem Tierschutzgesetz gibt es spezielle Verordnungen, wie solche Tiere zu halten sind. Problematisch sind aber die vielen illegalen Haltungen, die wir nicht überprüfen können. Viele Leute, die solche Tiere halten, können damit nicht richtig umgehen. Ein generelles Verbot von allen exotischen Tieren ohne Spezifizierung ist jedoch überzogen. Man muss unterscheiden, um welche Tierarten oder Spezies es sich handelt. Oberste Priorität hat der Schutz des Menschen.

Johanna Stadler, Geschäftsführerin Vier Pfoten Österreich

Wir sind gegen die Haltung von exotischen Tieren. Reptilien, die in unseren Breitengraden kein natürliches Zuhause haben, werden dies auch nicht in Heimterrarien finden. Exoten sind immer unzähmbare Wildtiere. Die Gefahr, die von diesen Tieren ausgeht, ist nicht kalkulierbar. Zudem fehlt vielen Besitzern Fachkenntnis. Exotenhaltung erfordert hohen technischen Aufwand. Schon minimale Änderungen der Luftfeuchtigkeit können sich auf den Gesundheitszustand der Tiere auswirken. Außerdem unterschätzen viele die Mindestgröße der Terrarien.

Paul Srna, Pensionist

Grundsätzlich denke ich, dass ein Verbot und Strafen die falschen Lösungen sind. Ich appelliere eher an die Vernunft der Leute. Jeder muss selbst wissen, ob er ein exotisches Tier halten kann. Leider ist aber nicht jeder dazu befähigt. Das kann aber bei der Anschaffung schwer nachgewiesen werden.
Wenn aber jemand ein derartiges Tier besitzt und es nicht artgerecht halten kann, dann zahlt der Steuerzahler für ein Ersatzheim. Das finde ich dann auch nicht in Ordnung.

Kurt Kotrschal, Verhaltensforscher

Nein, ich bin gegen ein absolutes Halteverbot. Unsere Gesellschaft neigt ohnehin dazu, immer mehr zu verbieten.
Allerdings sollte der Zugang zu gefährlichen und exotischen Tieren besser geregelt werden. Meiner Meinung nach müsste gewährleistet sein, dass Liebhaber von solchen Tieren eine Befähigung mitbringen und dass die Tiere artgerecht gehalten werden. Nicht jeder Spinner sollte Giftschlangen in völlig unzureichender Art halten können. Außerdem muss nachgewiesen sein, dass die Tiere aus einer Zucht stammen.

Dieter Esterer, Aquaristikmanager Mega Zoo

Warum? Ich bin selbst Hundeliebhaber, aber man müsste mal vergleichen, wie viele Vorfälle es pro Jahr mit exotischen Tieren gibt und wie viele mit Hunden. Es gibt tausende Sachen, die im Alltag gefährlicher sind als exotische Tiere.
Österreich hat ein strenges Tierschutzgesetz, in dem die Haltung genau und artgerecht geregelt ist. Alle Tiere, die legal gehalten werden, haben einen Herkunftsnachweis. Das Problem sind Tierhalter, die illegal Exoten per Internet oder über eine Tauschbörse erwerben. Die würde es immer geben.

Helga Nell, Unternehmerin

Das Halten von gefährlichen, exotischen Tieren sollte nicht verboten, aber besser überprüft werden. Ich selbst kenne Leute, die Schlangen besitzen. Wenn die Tiere artgerecht gehalten werden, habe ich nichts dagegen. Oft werden solche Tiere aber unüberlegt angeschafft. Wenn sie dann größer werden, verlieren die Besitzer das Interesse. Auf jeden Fall muss das Halten exotischer Tiere meldepflichtig sein und eine artgerechte Haltung durch die Behörde überprüft werden. Die Unkosten dafür sollten als Gebühren eingehoben werden. Ich muss ja auch meine Hunde melden.

Bruna Matera, Geschäftsfrau

Ich bin für ein absolutes Verbot, ohne Wenn und Aber. Ich mag zwar Tiere sehr, aber exotische und gefährliche gehören nicht in einen Haushalt. Sie können dort ohnehin nicht artgerecht gehalten werden. Die Schlange „Amanda“ kann meiner Meinung nach überhaupt nichts dafür.
Die meisten Tiere werden schließlich illegal eingeführt. Ich bin dafür, dass in solchen Fällen ganz hart durchgegriffen wird und empfindliche Strafen verhängt werden. Sonst hört sich das nie auf.

Jürgen Bajs, Versicherungsberater

Nein, wenn jemand damit umgehen kann, bin ich nicht dagegen. Gefährliche oder giftige Terrariumtiere sollten meldepflichtig sein, damit die Haltung kontrolliert werden kann.
Ich besitze selbst eine australische Bartagame. Sie ist handzahm, also weder gefährlich noch giftig. Ich habe schon länger Erfahrung mit exotischen Tieren. Auch ein Chamäleon hatte ich schon als Haustier.
Eine Katze oder ein Hund wäre für mich unmöglich, weil ich an einer Tierhaarallergie leide.

Marina Auerbach, Hausfrau

Was da in Graz los war, das ist ja ein Wahnsinn. Die Haltung von exotischen Tieren sollte verboten werden. Für die Reptilien ist das sowieso mehr eine Qual, weil die Haltung sehr schwierig ist. Ich habe Katzen, das ist etwas völlig anderes, die sind als Haustiere geeignet. Eine Schlange ist gefährlich – noch mehr, wenn sie giftig ist.
Das mit den exotischen Haustieren nimmt außerdem überhand. Dagegen sollte man etwas tun. Vor allem dann, wenn es Leute gibt, die ihre Tiere nicht einmal anmelden und damit andere gefährden.

Quelle: Nachrichten.at

Vor allem die letzte Meinung ist ja .. Naja. Kann sich hier jeder denken.
LG
Andrea
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